Die Prostatamassage gilt für viele als besonders intensiver Weg zum männlichen Orgasmus. Sie eröffnet die Möglichkeit eines kraftvollen inneren Orgasmus. Neben der reinen Lust wird Prostatamassage zudem häufig mit gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht – sie kann helfen, Druck zu lösen und die Drüse in guter Verfassung zu halten.
Viele Männer empfinden das Thema Prostatamassage noch als heikel. Lange Zeit wurden solche Vorlieben kaum offen besprochen. Inzwischen fühlen sich viele Menschen wohler damit, über Sextoys zu sprechen, sie zu kaufen und Erfahrungen zu teilen. Dadurch ist auch die Nutzung von Prostatamassagern offener geworden. Dennoch werden Details oft ungern diskutiert – was dazu führt, dass bei der Anwendung Fehler passieren.

Welche Fehler passieren beim Einsatz eines Prostatamassagegeräts am häufigsten?
Die Prostata nicht genau lokalisieren.
Ein häufiger Fehler vor der Anwendung eines Prostatamassagers ist, nicht genau zu wissen, wo sich die Prostata befindet. Die Prostata ist eine ausschließlich männliche Drüse und liegt an der Vorderseite des Enddarms. Die walnussgroße Drüse sitzt zwischen Penis und Blase und produziert die Flüssigkeit, die Spermien beim Samenerguss transportiert.
Bevor Sie einen Prostatamassager verwenden, ist es wichtig zu wissen, wo die Prostata liegt. So können Sie das Gerät richtig ausrichten und gezielt Druck ausüben. Wenn Sie die Prostata mit dem Finger ertasten möchten, finden Sie sie ungefähr zwei Zoll (ca. 5 cm) im Anus. Zeigen Sie mit dem Finger in Richtung Bauchnabel und tasten Sie vorsichtig, bis Sie sie finden. Die Prostata lässt sich auch über den Damm stimulieren – diese Art der Stimulation ist allerdings weniger intensiv als die direkte Massage.
Unser Tipp*
Wenn Sie erregt sind, lässt sich die Prostata mit dem Finger leichter lokalisieren.
Sich vor und während der Anwendung nicht ausreichend entspannen
Vor der Nutzung eines Prostatamassagers ist es wichtig, sich Zeit zum Entspannen zu nehmen – das bereitet Körper und Geist vor. Das kann so einfach sein wie ein warmes Bad oder das Hören Ihrer Lieblingsmusik.

Den Typ des Prostatamassagegeräts falsch einschätzen?
Es gibt viele verschiedene Arten von Prostatamassagern – und nicht jedes Modell passt zu jedem. Statt dem Prinzip „eine Art für alle“ zu folgen, lohnt sich etwas Recherche, um das beste Gerät für Ihre Bedürfnisse zu finden. Zur Orientierung hier die gängigen Typen:
Vibrierende Prostatamassager
Sehr beliebt und meist mit Fokus auf Lust entwickelt. Für Einsteiger empfiehlt es sich, kleiner zu beginnen und mit wachsender Erfahrung die Größe zu steigern. Diese Massager können C-förmig sein, um Prostata und Damm gleichzeitig zu stimulieren, oder wie ein klassischer Vibrator mit leichter Krümmung aussehen.
Wir empfehlen den Bathmate Prostate Vibe besonders als Einsteigergerät: mit konischer Spitze für leichtes Einführen, zehn wählbaren Vibrationsstufen und kraftvoller interner Stimulation.
Prostatamassager mit Fernbedienung
Ideal für Paare: Ein fernbedienbarer Prostatamassager funktioniert wie ein vibrierender Massager, kann jedoch vom Partner gesteuert werden – für einen zusätzlichen Nervenkitzel. Auch für Powerplay geeignet, da Ihr Partner die Intensität und das Timing der Stimulation übernimmt.
Prostatamassager aus Silikon
Silikon-Modelle sind sehr beliebt, weil sie eine langsamere, kontrollierte Stimulation ermöglichen. Da dies etwas Übung erfordert, eignen sie sich besonders für Nutzer mit Zeit, Geduld und Erfahrung.
Prostatamassager aus Edelstahl oder Glas
Modelle aus Stahl oder Glas geben kaum nach und sorgen für eine feste, präzise Stimulation – eher für Nutzer mit etwas Erfahrung geeignet. Anfänger können sie jedoch mit einem erfahrenen Partner ebenfalls genießen. Glas und Stahl speichern Wärme und Kälte sehr gut und sind daher ideal für Temperature Play.
Prostatamassager mit integriertem Penisring
Prostatamassager mit integriertem Penisring bieten doppelte Stimulation: Sie können die Effekte eines Ganzkörper-Feelings mit einem intensiven, länger anhaltenden genitalen Höhepunkt verbinden. Mit Partnern kann das Erlebnis besonders intensiv sein.

Die beste Position für die Prostatamassage finden
Je nach Gerätetyp und Ihrer persönlichen Vorliebe kann die gewählte Position das Erlebnis stark beeinflussen. Gerade am Anfang gehört etwas Ausprobieren dazu, um die beste Position zu finden. Manche liegen gerne auf dem Rücken mit geöffneten Beinen, andere bevorzugen die Hocke, und bei einigen Massagern funktioniert das Sitzen mit leichten Schaukelbewegungen am besten.
Zu wenig Gleitgel
Ohne ausreichend Gleitgel kann sich die Prostatamassage unangenehm anfühlen. Da der Enddarm nicht selbst befeuchtet, besteht zudem die Gefahr, empfindliches Gewebe zu verletzen. Bevor Sie das richtige Gleitgel wählen, prüfen Sie die Materialverträglichkeit mit Ihrem Prostatamassager und verwenden Sie immer großzügige Mengen. Lieber zu viel als zu wenig. Für die Prostatamassage empfehlen wir das Bathmate Anal Lube.
Den Penis berühren
So verlockend es ist: Den Penis während der Nutzung eines Prostatamassagers zu berühren, ist nicht empfehlenswert, wenn Sie eine möglichst eigenständige Prostata-Stimulation erleben möchten. Es kann sein, dass etwas Flüssigkeit aus dem Penis austritt; nach der Session können Sie sich selbstverständlich auch selbst befriedigen – wenn Sie möchten.
Alles sauber halten
Auch wenn ein Prostatamassager nach der Nutzung sauber aussieht, ist er es nicht. Reinigen Sie ihn vor und nach jeder Anwendung mit einem sanften, aber wirksamen Toy-Reiniger. Wir empfehlen den Bathmate Anal Sex Toy Cleaner, weil er alle bekannten Keime tötet und gleichzeitig materialschonend ist. Zwischen den Anwendungen sollte das Toy sicher und staubfrei in einem Aufbewahrungsbeutel gelagert werden.
Medizinische Aspekte und Sicherheit bei der Prostatamassage
Neben der Lust wurde Prostatamassage auch medizinisch betrachtet. Einige Urologen weisen darauf hin, dass regelmäßige Stimulation die Durchblutung fördern und eingeschlossene Flüssigkeiten lösen kann. Es gibt außerdem Hinweise, dass sie bei Männern mit leichter Prostatavergrößerung den Harnfluss unterstützen könnte. Die Forschung entwickelt sich weiter – das zeigt, dass Prostatamassage nicht nur um intensivere Orgasmen geht. Bei sicherer Anwendung kann sie langfristig zur Prostatagesundheit beitragen.
Ärzte betonen jedoch Vorsicht: Zu viel Druck oder fehlendes Gleitgel kann zu Reizungen oder kleinen Rissen führen und das Infektionsrisiko erhöhen. Wenn Sie bestehende Prostatabeschwerden wie Prostatakrebs, starke Vergrößerung oder anhaltende Schmerzen haben, sprechen Sie vor dem Experimentieren mit einem Arzt. Eine ausführliche Übersicht zum Thema finden Sie unter „Prostate: Anatomy, Location, Function & Conditions“ in der Cleveland Clinic.









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