Es gibt viele Fehlinformationen darüber, wie man besseren Sex hat. Gelegentliche Online‑Tipps können zwar zu einer neuen Lieblingsposition oder Technik führen, aber selten zu der überwältigenden Befriedigung, die Sie sich wünschen.
Großartiger Sex beginnt im Kopf. Die folgenden Handlungen sind lediglich das Sahnehäubchen, das alles zu einer stimmigen, sinnlichen Kombination macht. Wenn Sie die Aufmerksamkeit Ihres Partners auf sinnliche Themen und anregende Situationen lenken, können Hände, Lippen und andere Körperteile diese Fantasien zum Leben erwecken.
1. Bewegung und Umarmungen
Niemand erwartet, dass Sie wie ein Victoria’s‑Secret‑Model oder Aquaman aussehen. Ihr Partner sollte Sie so schätzen, wie Sie sind. Bewegung für besseren Sex hat nichts damit zu tun, das Aussehen zu verändern – es geht darum, sich richtig gut zu fühlen – und vor allem darum, sich sexy zu fühlen.
Sex ist eine körperliche Aktivität. Bei der Erregung laufen zahlreiche biologische Prozesse ab: Blutdruck, Puls und Herzschlag steigen. Blutgefäße im ganzen Körper weiten sich – das unterstützt die natürliche Lubrikation im Intimbereich. Ähnliche Reaktionen treten auch bei Ausdauer- und Krafttraining auf.
Oxytocin ist das Wohlfühlhormon, das bei Zärtlichkeit ausgeschüttet wird – und übrigens auch, wenn wir uns bewegen. Wie viel von diesem Liebeshormon Ihr Körper produziert, hängt unter anderem davon ab, wie oft Sie Sex haben, Sport treiben und nicht-sexuelle Zuneigung zeigen.

2. Sex einplanen
Es wirkt kontraintuitiv, Spontaneität aus dem Sexleben zu nehmen, doch viele Forschende sind sich einig: Wer als Paar der sexuellen Gesundheit Priorität gibt, erlebt oft mehr Orgasmen, mehr Wohlbefinden und mehr Intimität.
Sex zu terminieren ist nicht ganz leicht, denn beide Libidos müssen berücksichtigt werden. Eine Person hat womöglich mehr Lust als die andere. Der Schlüssel ist offene Kommunikation: Sprechen Sie ehrlich über Ihre Bedürfnisse – und bitten Sie um dasselbe im Gegenzug.
Sehen Sie den Termin nicht als Pflicht zur Penetration, sondern als gemeinsamen Zeitraum (versuchen Sie es mit einer Stunde), in dem Sie Ihrem Partner – und umgekehrt – volle Aufmerksamkeit schenken, ob nackt oder nicht. Es geht mehr um Intimität und Zuneigung als um das reine Zum‑Höhepunkt‑Kommen.

3. Tantra‑Sex ausprobieren
Tantra‑Sex ist eine alte hinduistische Praxis und spirituelles Werkzeug, von dem berichtet wird, dass es lebensverändernde Orgasmen bewirken kann. Tantra bedeutet in etwa die Ausdehnung und Verflechtung von Energie und entstammt einer ähnlichen Denkschule wie Yoga.
Beim Tantra wird das Ziel „Orgasmus“ sinnbildlich auf den Nachttisch gelegt. Es geht darum, die Erektion zu verlängern, den Atem achtsam wahrzunehmen und den Partner zu verehren. Das Werk The Complete Illustrated Kama Sutra von Vatsyayana ist ein alter Text und eine Begleitung zur Praxis des Tantra‑Sex.
Seinen Partner zu verehren, ist einfach: Man wechselt sich ab mit Streicheln, Kitzeln und Massieren – so, wie es der anderen Person gefällt. Das steigert die Erregung und fördert die Ausschüttung von Oxytocin.
4. Initiative von beiden Seiten
Eigentlich klingt es leicht, doch Verantwortung für Kinder, Job und Alltag lässt aufkommende Lustgefühle oft in den Hintergrund treten. Viele gewöhnen sich daran, dieses Kribbeln zu ignorieren – und mit der Zeit tritt es immer seltener auf.
Statt Impulse zu übergehen, ihnen zu folgen, gibt dem Körper einen Grund, Lustgefühle häufiger zu erzeugen. Wenn beide den eigenen sinnlichen Signalen nachgehen, stärkt das Selbstvertrauen, Spontaneität und Nähe.
Wie besprochen: Erfüllender Sex beginnt im Kopf. Das Wissen, dass Ihr Partner Sie aktiv begehrt und auf Sie zugeht, hält die Möglichkeit für Zärtlichkeit präsent – und diese Gedanken fördern die Lust.

5. Pornografie gemeinsam genießen
Internet und Pornografie gehören zusammen. Es gibt Videos, Cartoons, Graphic Novels, Kurzgeschichten und erotische Lyrik zur Auswahl. Unterschiedliche Bücher haben Erotik in den Mainstream getragen.
Pornografie gemeinsam anzusehen, kann aufschlussreich sein: Sie sehen, wie Ihr Partner auf verschiedene Handlungen reagiert. Natürlich sollte man vorher besprechen, welche Art von Pornografie für beide passt – bevor der Laptop aufgeklappt wird.
Auch gemeinsame erotische Lektüre macht Spaß. Nutzen Sie sie, um die Stimmung aufzubauen und zu sehen, wohin die Geschichte führt. Greifen Sie etwa zu Henry Millers Tropic of Cancer oder zu D. H. Lawrences Lady Chatterley’s Lover, um mit literarischem Geschmack zu punkten.









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